Wahl der Frauenbeauftragten im Januar!

Anfang des nächsten Jahres, am 12.01.2016 wird das Wahlgremium für die dezentralen und das Wahlgremium für die zentrale Frauenbeauftragte gewählt. Wir wollen Euch dazu ermutigen zahlreich an dieser Wahl teilzunehmen, indem wir erklären, wen Ihr da eigentlich wählt und was die gewählten tun.

Die Frauenbeauftragte – manchmal auch Gleichstellungsbeauftragte – ist eine Frau, die es in vielen Institutionen gibt, so auch an unsere Universität. Sie hat die Aufgabe die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern zu sichern, bzw. voranzutreiben. Das heißt in unserer Gesellschaft, dass sie in der Regel Frauen unterstützt. Alles in allem ist eine positive Entwicklung hin zu Gleichstellung zu beobachten, aber wir sind keinesfalls bei einer Gleichstellung angekommen. Die Frauenbeauftragten haben zu dieser Entwicklung beigetragen und werden dies auch weiterhin tun.

An der FU gibt es einerseits die zentrale Frauenbeauftragte , die sich um Angelegenheiten die FU weit gelten kümmert.

Sie berät und unterstützt die Unileitung und die zentralen Gremien wie den Akademischen Senat der FU bei der Umsetzung von Gleichstellung. Ihr Tätigkeitsfeld berührt alle organisatorischen, strukturellen und personellen Angelegenheiten der Universität. Neben der Begleitung von Berufungsverfahren und der Analyse der Berufungsentwicklungen sowie der Konzeption und Durchführung von Qualifizierungsprogrammen für Nachwuchswissenschaftlerinnen gehören dazu auch die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familien- und Universitätsalltag für Studierende mit Kind/ern.

Außerdem kann sie im Falle sexualisierter Diskriminierung und Gewalt, bei Stalking und Mobbing beraten und unterstützen. Gegenwertig ist Mechthild Koreuber unsere zentrale Frauenbeauftragte.

Anderseits gibt es die dezentralen Frauenbeauftragten , die sich mit Angelegenheiten auf Fachbereichsebene, in unserem Fall GeschKult, befassen. Sie haben ähnliche Aufgaben wie die zentrale Frauenbeauftragte. die Förderungen sind jedoch fachbereichsspezifischer. Die Frauenbeauftragte ist an allen Einstellungsverfahren, die im Fachbereich vorgenommen werden beteiligt. Zudem soll sie Ansprechpartnerin für alle Mitarbeiterinnen und Studentinnen des Fachbereichs bei Gleichstellungs- und Genderfragen, Diskriminierungen und in Konfliktfällen im Rahmen des universitären Zusammenarbeitens sein. Sie ist für die Vergabe der Frauenfördermittel zuständig und einmal im Jahr für verleiht sie den Hedwig-Hintze-Frauenförderpreises für herausragende Dissertationen. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro. Die dezentralen Frauenbeauftragten haben keinen Sitz im Akademischen Senat, sondern im Fachbereichsrat. Für unseren Fachbereich sind gegenwertig Franziska Lesák Frauenbeauftragte und Gilda Langkau ihre Stellvertreterin.

Die Frauenbeauftragten werden nicht direkt, sondern über ein zwischengeschaltetes Wahlgremium gewählt. Es wird nicht direkt gewählt, damit eine Viertelparität gewährleistet ist. Viertelparität bedeute, dass jede Statusgruppe (Studentinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Professorinnen und sonstige Mitarbeiterinnen) gleichviele Stimme hat. Würde direkt gewählt hätten die Studentinnen durch ihre schiere Anzahl ein viel größeres Gewicht als alle anderen Gruppen. Diese Wahlgremien sind die einzigen Unigremien die eine Viertelparität haben, in allen anderen gibt es immer eine Mehrheit der Professor*innen. Damit sind es die demokratischsten Gremien unserer Hochschule.

Beide Wahlgremien werden alle zwei Jahre gewählt. Wahlberechtigt sind nur Frauen.

In das Wahlgremium der dezentralen Frauenbeauftragten müssen je zwei Vertreterinnen jeder Statusgruppe hineingewählt werden. Die Aufgabe des Wahlgremiums ist es die dezentrale Frauenbeauftragte zu wählen. Das Wahlgremium der Zentrale Frauenbeauftragten besteht aus je drei Vertreterinnen jeder Statusgruppe. Ihre Aufgabe ist ebenfalls die Frauenbeauftragte (für vier Jahre) und ihre beiden Stellvertreterinnen (für jeweils zwei Jahre) zu wählen. Darüber hinaus bildet es auch den Frauenrat, der die zentrale Frauenbeauftragte bei ihrer Arbeit berät und unterstützt und überdies dem Präsidium die Preisträgerinnen und Preisträger des alle zwei Jahre vergebenen und mit 15.000 Euro dotierten Margherita-von-Brentano-Preises empfiehlt.

In der Wahl am 12.01.2016 könnt Ihr also 5 Studentinnen wählen: zwei Studentinnen für das Wahlgremium der dezentralen und drei für das Wahlgremium der zentralen Frauenbeauftragten. Aber wer tritt zur Wahl an? Theoretisch kann sich jede aufstellen lassen, die sich bis zu einer bestimmten Frist dafür einschreibt. In diesem Januar stellen sich für das dezentrale Wahlgremium unter anderem Melanie Geuter aus der Kunstgeschichte und Julie Zettlitz aus der Geschichte auf. Die beiden haben sich immer für die Belange der Studentinnen eingesetzt und wir empfehlen, sie in das Wahlgremium zu wählen. Die Kandidatinnen für das zentrale Wahlgremium sind uns größtenteils unbekannt, aber auch hier stellt sich Melanie Geuter auf, die Eure Interessen dort gut vertreten wird.

Es ist wichtig, dass Ihr wählen geht, denn nur bei einer hohen Wahlbeteiligung sind die Frauenbeauftragten demokratisch legitimiert. Nur dann können sie ihrer Meinung Nachdruck verleihen! An dieser Stelle wollen wir Euch auch dazu ermuntern mit Euren Vertreterinnen Rücksprache zu halten und das Angebot der Frauenbeauftragten zu nutzten: wann immer ihr Beratung oder Unterstützung braucht, wendet Euch an sie!

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